Erste Rezensionen zu ARCANE(english review at the bottom):

Es würde den Rahmen sprengen, alles gesammelt zu veröffentlichen. Bitte schau dazu ins Forum!

Neben all den Interviews und Reviews der Printmedien können wir hier wenigstens ein paar Reviews präsentieren:

Noch immer hält der Winter das Land in seinen kalten Pranken. Und es sieht auch ganz danach aus, als bliebe er uns noch ein Weilchen erhalten. An Tagen, wo man bereits am frühen Nachmittag in den eigenen vier Wänden theoretisch Festtagsbeleuchtung bräuchte, um der Dunkelheit draußen vor den Fenstern begegnen und Haushaltsunfälle vermeiden zu können, wäre da nicht eigentlich eher Sofa und ein großer Pott heißer Schokolade angebracht? Eben. Die Sahnehaube dazu liefern übrigens ELANE mit ihrem sprichwörtlich märchenhaften Album “Arcane”.

Elane, eine Folk-Band aus dem Sauerland, hatten schon immer einen Hang zu märchenhaften, fantastischen Themen. Schließlich findet sich in ihrer vielumjubelten Musik auch ein Stück in elbischer Sprache (“Nen ar Tasar (You see)”). Kritiker und Konsumenten waren sich bei den bisherigen Veröffentlichungen einig: Die zauberhafte Klangwelt Elanes bietet sich auch ganz wunderbar als musikalische Untermalung für einen Herr der Ringe Film an. Das nur als Exkurs am Rande, damit Ihr eine ungefähre Vorstellung davon bekommt, was Euch erwartet, wenn Ihr Euch auf Elane einlasst, solltet Ihr sie bis dato nicht kennen.

In Sachen Elane auf den Geschmack gekommen ist auch ein anderer großer Könner, wenn es um das Erschaffen märchenhafter Welten geht: Kai Meyer, Bestsellerautor (u.a. die “Sturmkönige”-Trilogie, “Arkadien erwacht” oder “Die Wellenläufer”) in Millionenauflage. Es scheint fast so, als sei es eine Fügung des Schicksals gewesen, dass sich Herr Meyer und Elane auf einem Konzert im Jahre 2006 kennenlernten und sich daraus eine Freundschaft entwickelte. Eine durchaus früchtetragende Freundschaft, möchte man sagen, denn die Stücke auf “Arcane” sind durch die Bank weg von den Werken Kai Meyers inspiriert. Man ist gegenseitig auch voll des Lobes, natürlich! So sagt beispielsweise Sängerin Joran: “Der Facettenreichtum seiner Geschichten beeindruckte mich von Anfang an! Durch Kai Meyers Geschichten inspiriert zu komponieren, bedeutet eine vollkommen neue Herangehensweise für uns.” Kai Meyer indes sieht die Sache so: “Ich bin immer ein großer Fan von Musik zum Buch gewesen – schon in den 70er Jahren mit Bo Hanssons Album “Lord Of The Rings”. Dass sich nun ausgerechnet Elane, die ich nicht nur musikalisch, sondern auch persönlich sehr schätze, meiner Geschichten annehmen und sie zu etwas ganz Eigenem machen, freut mich enorm“. Schieben wir mal die obligatorische, gegenseitige Süßholzraspelei beiseite, dann ist es immer noch bestens vorstellbar, dass die Arbeit an “Arcane” durch einen ergiebigen Synergieeffekt beeinflusst wurde. Wer daran welchen Anteil hat, ist im Prinzip aber eigentlich völlig wumpe. Entscheidend ist das Ergebnis.

Meine Damen und Herren, machen wir es kurz und schmerzlos: Mit “Arcane” ist Elane abermals ein ganz großer Wurf gelungen, ein zeitloses Album von mitreissender Schönheit! Es spielt dabei auch keine Rolle, ob man ansonsten dieser Musikrichtung zugeneigt ist oder nicht – sich dem Zauber von “Arcane” zu widersetzen dürfte jedem, der sich gerne in fantastische Welten entführen lässt oder dem Kopfkino hingibt, unmöglich sein. Seien es nun die orientalischen Einflüsse in “Samarkand”, das mystische “Die Geheime Melodie”, das schwermütige “Masken”, das rockige/rockende “Arcane Ride” oder das Assoziationen an einen Ausritt durch das Auenland weckende “Magdalena” – Elane haben sich erfolgreich alle Mühe gegeben, ein in höchsten Maße abwechslungsreiches Album zu schaffen. Die Mittel der Wahl: Vielfältige Instrumentierung, ausgefeilte Arrangements und kraftvoller Gesang.

Ähnlich wie ich jetzt hier werden sich die Kollegen anderer Magazine auch diesmal wieder vor Lob überschlagen. Und wisst Ihr womit? Mit Recht! Als die Rundmail bezüglich dieser Veröffentlichung über den Promoverteiler ging, bin ich zunächst mal aufgrund der Nennung Kai Meyers hellhörig geworden. Schließlich ist mir der Name als Ex-Buchhändler durchaus ein Begriff. Allerdings: Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich “Arcane” so auf ganzer Linie überzeugen würde. Vor allem angedenk der Tatsache, dass mich für gewöhnlich weder Fantasy-Romane noch Folk-Musik sonderlich beeindrucken. Natürlich, die Hauptzielgruppe sind Mittelalterfans, Herr der Ringe-Begeisterte, Kai Meyer Leser und alle, deren Herz sich in diese Richtung erwärmen lässt. Wie man allerdings an mir sieht, können auch Leute, die damit sonst gar nichts am Hut haben, sich in diesem Album verlieren. Wieder und wieder und wieder… Ich hole mir jetzt jedenfalls noch eine Tasse heißer Schokolade, verziehe mich wieder auf mein Sofa, gucke dem Schneetreiben draußen vorm Fenster zu und lasse mich von Elane wärmen.

Sechs der fünfzehn Stücke fassenden CD sind Instrumentalstücke, wovon die meisten als Trenner bzw. Opener für den jeweiligen Roman/-zyklus angesehen werden können. Gleich das erste Stück, "The Gift", ist so ein Opener. Windrauschen, ganz leise ein Dudelsack, Insektengeräusche. Einfach, aber effektiv.
Der Übergang zu "Heart of the Desert" ist abrupt. Der zweite Track fängt ganz sacht mit Gitarrenakkorden an, bis JORAN ELANEs Stimme klar einsetzt. Ruhig und getragen, nur beim Chorus durch Schlagzeug stärker betont und einen Ticken schneller. Eine wundervolle Ballade.
"Samarkand" ist wieder ein Instrumentalstück, das sehr orientalisch anmutet. Man kann die Bauchtänzerinnen, die sich zu dieser Musik wiegen, fast sehen.
Auch "Arcane Ride" ist ein ruhiges Stück, in dem JORAN ELANE die Tiefen ihrer Stimme auslotet. Im Hintergrund hört man stetig einen Windhauch, der das Gefühl gibt, man würde wirklich fliegen. Die Instrumente treten wunderbar hinter der Stimme zurück und lassen dem Text des Liedes den nötigen Raum.
"Magdalena" beginnt mit einem Marsch, der leise wie aus weiter Ferne dem Hörer entgegen weht. Und schon setzt die wundervolle Stimme von JORAN ELANE ein, die hier von (Synthi-)Chor und Orchester unterstützt wird. Der einfache Chorus geht direkt ins Ohr und lädt zum Mitsingen und -summen ein.
Mit "Wasser und Fels" wird es dann wieder instrumental, naja fast. Ganz leicht schwebt JORAN ELANEs Stimme mit orientalisch anmutend wortlosen Tönen über dem Orchester. Das direkt folgende "Die geheime Melodie" ist auch instrumental und klingt wieder sehr orientalisch, mit viel "Windgeräuschen" im Hintergrund, Trommeln, Streichern, Flöten. Gegen Ende dann auch dank E-Gitarren etwas rockiger. Wirklich eine "geheime Melodie".
"My Ivory Fairy" beginnt mit einem wundervollen Cello-Solo und klingt sehr "mittelalterlich". Während die Texte bis dato alle in englisch geschrieben und gesungen waren, wechselt hier die Sprache zwischen deutsch in den Strophen und englisch im Refrain.
"Abendruf" ist dann das erste Stück in komplett deutscher Sprache und einfach wundervoll. Zart, sanft, ohne Schnickschnack. Betörend wie Loreley.
"Lurlinnight" kommt keltisch-folkig, aber trotzdem ruhig daher. Auch "Spinnenhaus", mal wieder ein Instrumentalstück, ist mittelalterlich-keltisch-folkig angehaucht.
"Deae Noctis" ist wieder orientalischer und wird lateinisch gesungen. Es ist eins der wenigen Stücke, die etwas elektronischer-rockiger daher kommen. Auch hier geht JORAN ELANEs Stimme nie unter.
"Dämmertal" ist das letzte Instrumentalstück und wundervoll arrangiert, wenn auch fast etwas kurz.
Bei "Masken" könnte man meinen, NICK CAVE hätte sich auf die CD verirrt. Einfach ein wundervolles Stück.
"Goddess of the Night" ist der rockige Balladen-Abschluß der Silberscheibe.

Fazit:
Insgesamt ein sehr balladig-ruhiges Album, bei dem man wundervoll entspannen und träumen kann. Da ich die Bücher von KAI MEYER nicht kenne, kann ich leider nicht sagen, ob die Musik den Romanen bzw. Romanzyklen gerecht wird. Mich hat sie auf alle Fälle neugierig auf KAI MEYERS Werke gemacht.

Anspieltipps:
Magdalena, Masken, Goddess of the Night

Punkte: 8 von 10


Suite101.de

Mystisch und geheimnisvoll erscheint das Cover des neuen Albums ' Arcane'

von ELANE, einer Band aus dem Sauerland.

Eine märchenhafte, elbengleiche Gestalt ist zu sehen, die mit einer Laterne die Dunkelheit eines Waldes hell erleuchtet.

Bäume, die sich geheime Geschichten zuraunen und wallende Nebelschwaden, die durch dunkle Wälder ziehen, erwachen.

ELANE steht für das Verborgene und Geheimnisvolle in der Musik- einer besonderen Mischung aus Mittelalter-Folklore, Weltmusik sowie progressivem Rock.

Inspiriert wurden die Musiker durch die Bücher des Bestseller-Autors Kai Meyer (Bücher wie

Die Fliessende Königin, Die Alchemistin, Seide und Schwert, Die Wellenläufer u.a.), den sie 2006 während eines Konzertes persönlich kennen lernten.Die Bücher von Kai Meyer erreichen weltweit eine Auflage von mehreren Millionen Exemplaren. Übersetzungen erscheinen in rund 28 Sprachen, darunter in Ausgaben in den USA, England, Japan, Italien, Frankreich, Spanien und Russland.

15 verschiedene Songs, wobei jeder für sich eine ganz eigene Geschichte erzählt und doch alle Songs anmutig miteinander verbunden sind.

Magische Musikklänge, die den Zuhörer in die Welt der Phantasie entführen und die bei ihm Bilder und Geschichten entstehen lassen.

Der geheimnisvolle Opener ‚The Gift‘, der die Zuhörer gleich in eine andere Welt entführt.

Der kraftvolle Song 'Arcane Ride', der neben 'Magdalena' zu meinen Top-Favoriten zählt.

Mit 'Magdalena' ist den Musikern wirklich ein sensationeller Song gelungen, der mit Chorälen sehr eindrucksvoll wirkt und den man sich sehr gut als Soundtrack zu einem Film vorstellen kann.

'Die geheime Melodie', bei der der Zuhörer träumerisch in eine Welt der Phantasie getragen wird.

Jeder einzelne Song ist einzigartig - klingt mal mystisch, träumerisch oder geheimnisvoll… mal ertönt ein Song in englischer Sprache, mal auf deutsch, in lateinisch....
(...)
Mein Fazit:

Ungewöhnliche, mystische, märchenhafte, träumerische, phantastische und

geheimnisvolle Musik, die sich in kein Schema pressen lässt.

Songs, die wunderschön und einzigartig sind.

Songs, die ihre eigenen Geschichten erzählen.

Songs,die den Zuhörer mitnehmen auf eine lange und phantastische Reise-

ein Muss für jeden Fantasy- und Phantastik-Fan !!!

Hörerreviews:

Dieses Album markiert einen neuen Höhepunkt in Elanes musikalischem Schaffen - ein vielseitiges Album mit wundervollen, eingängigen Melodien, mit passenden und neugierig-machenden Texten, wunderbaren Instrumentenarrengements und einer sagenhaften Stimme von Joran!
Zu den einzelnen Liedern:
#1 The Gift: Mystischer, spannungsreicher Anfang, aber etwas zu kurz für meinen Geschmack, auch wenn es nur ein Intro ist. (Ist es das überhaupt?)

#2 Heart of the Desert: Höchst gelungener Auftakt des Albums, eingängige Melodie mit hohem Wiedererkennungswert, hat in den Anfsngszeilen für mich auch eine sehr hyptnotische Wirkung! 5 von 5 Punkten

#3 Samarkand: Ich will tanzen! Wieder ein sehr eingängiges Stück, ganz orientalisch, da kommt mir die Lust am orientalischen Tanz wieder . Ich werde sofort an orientalisch-östliche Orte versetzt, sehe Basare, Kamele und typisch orientalische Kleidung vor mir. Schade, dass dieses Lied im Gesamtkonzept des Albums etwas isoliert da steht, da ansonsten keinerlei orientalische Musikeinflüsse mehr zu finden sein. 5 von 5 Punkten

# 4 Arcane Ride: Hm, für mich das schwächste Lied des Albums - genaue Gründe kann ich nicht nennen, mein Vorrezensent sprach von Überfrachtung, da ist was dran, und mir ist es auch irgendwie zu "kommerziell", solch ein Lied könnten auch andere Bands machen. 2 von 5 Punkten

# 5 Magdalena: Hier wird's wieder genial. Ein wunderbar folkiges Lied mit kurzen schönen Choreinlagen beim Refrain. Was mir an dem Lied besonders gefällt ist, dass ich diese Magdalena gerne kennen lernen möchte: Wer ist sie? Welches Geheimnis trägt sie mit sich herum? Was ist ihre Geschichte? Ein Lied, das mich zum Kauf des entsprechenden Buches reizt ! Ohrwurmcharakter! 5 von 5

# 6 Wasser und Fels: Dies ist so ein Song, weswegen ich Elane liebe! Instrumental, unglaublich atmosphärisch und Kopfkino auslösend! Auch Jorans Part ist hier wieder so schön sphärisch ... 5 von 5

# 7 Die geheime Melodie: Es wird wieder flotter und rythmischer - und folkig, wie ich es mag ! Viele Folkinstrumente, Ohrwurmmelodie, dabei kann ich nicht ruhig sitzen!! 5 von 5

# 8 My Ivory Fairy: Mein Zweitlieblingslied auf dem Album. Traumhafter deutscher Text, ganz eingängiger Refrain (nur das langgezogene "you" stört mich etwas) und ein Fantasy-Thema. DAS sind Elane (für mich) ! 5 von 5

#9: Abendruf: Mein absolutes Lieblingslied auf dem Album, bei dem ich schon während des 1. Hörens eine Gänsehaut bekam! Dieses Lied ist ... magisch. Joran singt hier so hypnotisch, dass ich beinahe selbst aufstehen und loslaufen möchte! Wow, wie entwickelt man solch ein Lied??? Die langgezogenen Textzeilen haben es mir echt angetan, ich freue mich schon immer zu Beginn des Albums, dass dieses Lied gleich auch kommt. 10 von 5 Punkten DANKE FÜR DIESES LIED!!!

# 10 Lurlinnight: Wieder ein schönes, rhythmisches Folklied. Ich glaube, der Loerley-Zyklus gefällt mir irgendwie am besten! 5 von 5

# 11 Spinnenhaus: Wieder ein "typischer" Elane-Song, bei dem ich tanzen und springen möchte! 5 von 5

# 12 Deae Noctis: Latein als gesungene Sprache finde ich sehr schön. Auch hier kommt Joran wieder sehr hypnotisch und beschwörend rüber, und ich bin wieder total gebannt. Etwas überladen und hart finde ich daher auch den Refrain. Mal eine Frage: Hattet Ihr den deutschen Text zuerst und habt ihn dann von Andrea übersetzen lassen? Oder habt Ihr ihn mit ihr gemeinsam entwickelt? 4 von 5

# 13 Dämmertal: Wunderschönes Lied, aber viel zu kurz! Hätte doppelt so lang sein müssen, um seine Wirkung zu entfalten. Schade! 4 von 5

# 14 Masken: Wow, ein genialer Nico hier mit seiner tiefen Stimme! Vor dem Mann, den er im Lied verkörpert, habe ich Angst, der ist geisteskrank, vor ihm muss man sich in Acht nehmen!!! Das Lied zieht mich auch in seinen Bann! 5 von 5

# 15 Goddess of the Night: Fulminanter Abschluss des Albums, wieder ein Lied, das mich mehr wissen lass will über Jula und ihre Zwiespältigkeit! Vor allem Skaldirs (?) leise Stimme im Refrain macht diese Zwiespältigkeit deutlich und ist für mich auch der Höhepunkt im Lied. 4 von 5

Fazit: Schlichtweg geniales Album, das locker mit Lore of Nen mithalten kann, ja, wenn nicht sogar besser ist als dieses!!! Es tut diesem Album sehr gut, dass es Gesangsparts mit Instrumentalliedern abwechselt, dass wieder mehr auf Dark-Folk/Fantasy-Folk zurückgegriffen wird und weniger E-Gitarre und Percussions zum Einsatz kommen. Elane haben auf ihre Wurzeln zurückgegriffen, sich aber gleichzeitig weiterentwickelt und sind zu Höchstform aufgelaufen. Das Album berührt mich emotional sehr, und das ist für mich ein ganz wichtiger Punkt bei Musik! 10 von 10 Punkten!! (Sabine Reinberg)

Knapp drei Jahre sind vergangen, seitdem mit "The Silver Falls" das letzte Album der "Dark Fantasy Folk"-Band Elane erschienen ist.

Seitdem machte man sich auf zu neuen Pfaden und nähert sich nun mit dem aktuellen Album "Arcane - Music inspired by the works of Kai Meyer" der Literatur an, was eine gänzlich neuartige Episode im Schaffen dieser einzigartigen Band bedeutet, befasste man sich doch zuvor inhaltlich mit der selbstkreierten Fantasywelt "Glenvore".

Fans und Hörer, die sich inhaltlich an die alten Kompositionen gewöhnt hatten, werden sicherlich überrascht sein aufgrund der inhaltlichen Veränderungen in den Lyrics, was allerdings in keiner Weise etwas negatives bedeutet - die Texte sind wie gewohnt märchenhaft schön und fassen die Inhalte der behandelten Bücher von Kai Meyer wunderbar zusammen, sodass selbst Personen, die sich zuvor nicht mit den Büchern des Bestsellerautors befassen durften, ohne Umwege von der fantastischen Welt Kai Meyers gefesselt werden - auch der Autor dürfte durch diese musikalische Umsetzung also so einige Leser dazugewinnen.

Elane beginnen "Arcane" mit dem recht kurzen Intro "The Gift", welches sehr atmosphärisch ist und eine schöne Überleitung zum eigentlichen Opener "Heart of the Desert" darstellt.
Mit "Heart of the Desert" liefert die Band direkt zu Beginn einen sehr sperrigen und hypnotischen Track, der erst im Refrain große Eingängigkeit entfaltet, dafür aber sehr entwicklungsfähig ist und längerfristig sicherlich hängen bleiben wird (4 von 5 Punkte). Der Track stellt einen wunderbaren Zusammenhang zum Roman "Göttin der Wüste" her, Kopfkino garantiert. Man sieht vor den eigenen Augen förmlich die endlosen Weiten einer Wüste...

Im Folgenden setzt man mit dem sehr orientalischen "Samarkand" auf ein Instrumentalstück, welches sehr treibend und rhytmisch daherkommt und dadurch durchaus den Charakter hat, den Hörer zum Tanzen zu animieren. "Die Sturmkönige" werden ab diesem Zeitpunkt in Musik gewandelt und das vorbezeichnete Instrumental ist eine wunderbare Einleitung in diese Welt voller Dschinns und fliegender Teppiche (4 von 5 Punkte).

Und schon ereilt den Hörer eines der stärksten Lieder des Albums: "Arcane Ride" (auch "Die Sturmkönige") beinhaltet wieder Gesang und ist in seiner Eingängigkeit kaum zu überbieten - der Song kommt wieder etwas elektronischer und poppiger daher, entwickelt aber dadurch ein ganz eigenes Flair und weiß den Hörer schon in den Strophen völlig in seinen Bann zu ziehen - vom großartigen Refrain will ich erst gar nicht sprechen (5 von 5 Punkte).

Mit "Magdalena" ("Herrin der Lüge") haben Elane einen sehr melodischen, folkigen Song erschaffen, der allerdings wieder eine andere Facette dieses überaus vielfältigen Albums hervorruft - es wird sehr orchestral, chorale Strukturen verursachen eine absolute Gänsehaut und sowohl Strophen als auch Refrain wissen vollends zu überzeugen. Einfach zauberhaft und wieder ein Highlight der CD (5 von 5 Punkte).

Nach dem sehr emotionalen "Magdalena" beruhigen die qualitativ sehr hochwertigen und folkigen Instrumentals "Wasser und Fels" und "Die geheime Melodie" (beide "Loreley") den Hörer ein wenig, bevor mit "My Ivory Fairy" (ebenfalls "Loreley") eines meiner beiden absoluten Lieblingslieder des Albums folgt.
Von mir favorisiert werden hier vor allem die schwelgerischen, zauberhaften deutschen Strophen, welche sich direkt als Ohrwurm erweisen - der Refrain beinhaltet wiederholt viel Bombast und kommt in einem sehr melodiösen Gewand daher. Absolut klasse und vorrangiger Anspieltipp (5 von 5 Punkte).

"Abendruf" ist eines der letzten Stücke des "Loreley"-Zyklusses - verträumt und zurückhaltend entwickelt es eine Anmut, die ihresgleichen wohl nicht finden wird. Einfach wunderschön, so wie man es von Elane gewohnt ist (5 von 5 Punkte).

"Lurlinnight" ("Loreley") kann nicht besser gemacht werden, als man es hier vorfindet - Elane gehen mit akustischen Gitarren und Whistles zu Werke und vergessen somit wieder einmal ihre Wurzeln nicht. Wenn ich einen Lieblingstrack des Albums benennen müsste, würde ich diesen hier wählen (5 von 5 Punkte).

Das man auf textlose Instrumentals nicht verzichten möchte, beweist die Band weiterhin mit "Spinnenhaus" ("Loreley") - eines der besten Instrumentalstücke der CD und sehr empfehlenswert!

Lateinisch wird es mit "Deae Noctis" ("Loreley") - sehr beschwörerisch und rituell - hypnotisch, wieder sperriger und sehr düster; auch weniger eingängig als zuvor. Nicht weniger gelungen, nein! Das Stück braucht nur eine gewisse Eingewöhnungszeit und wird dann schon seine Wirkung haben. Nicht das allerbeste Lied von "Arcane", aber beileibe kein ungelungenes, daher vergebe ich hier 4 von 5 Punkte.

"Dämmertal" (letztes Lied im Zusammenhang mit "Loreley") ist ein etwas zu kurz geratenes Instrumental, allerdings ein wunderschönes Stück dazu! Wäre es etwas ausschweifender und tiefgreifender geworden, wäre meine Ansicht dazu noch verbessert worden - daher handelt es sich an dieser Stelle um ein sehr kurzweiliges Instrumental. Nicht um mehr, aber auch nicht um weniger.

Das am wenigsten gelungene Stück ist meiner Ansicht nach leider "Masken" - das vorletzte Stück - welches sich sehr von den anderen Stücken der CD unterscheidet und sehr experimentell erscheint. Auch die Thematik wird moderner und vor allem realer - "Das zweite Gesicht" von Kai Meyer entführt den Leser in das Berlin der 20er Jahre - in die düstere Epoche der Stummfilme.
Der Gesang in "Masken" ist alleinig Nicos Sache und ist daher durchgängig männlich. Das alleine ist nicht grundsätzlich zu beanstanden, aber für mich ist der Song strukturell etwas zu sperrig und er kann mich leider nicht im Ansatz ansprechen. Das ist allerdings sehr subjektiv und kann in anderen Rezensionen schon wieder anders gesehen werden, daher nur 2 von 5 Punkten.

Einen fantastischen Abschluss findet das Album dafür aber in "Goddess of the Night" (auch "Das zweite Gesicht") - Jorans Gesang und der dezidierte Einsatz der Geige machen den Song zu einem würdigen Ende von "Arcane" (4 von 5 Punkte).

Da das Album nun im Detail bewertet wurde, komme ich nun zum Fazit:

In der Gesamtheit haben sich Elane, wie schon einige Vorredner feststellen konnten, arg weiterentwickelt und dennoch nicht ihre folkigen Wurzeln aus den Augen verloren. Spielte man auf dem letzten Longplayer oft noch mit progressiverem Rock, kommen nun eher die Folkelemente zum Tragen, was mich als eher dem Mittelalter zugewandten Musikliebhaber sehr freut. Durch den vermehrten Einsatz von Folkinstrumenten wird die phantastische und mythische Stimmung der Lyrics, die eben von den Fantasy-Büchern Kai Meyers inspiriert wurden, perfekt transportiert. Ein sehr rockiges Album hätte an dieser Stelle schon eine sehr andere Wirkung gehabt und wäre dem vielleicht weniger gerecht geworden.
Das größte Lob geht allerdings wiederholt an Jorans Stimme - diese beherrscht das Album vordergründig und ist für mich die weltbeste.

In diesem Sinne bin ich sehr gespannt auf das nächste Album, von dem ebenfalls schon bekannt ist, dass es thematisch wieder Werke von Kai Meyer behandeln wird - diese Zusammenarbeit scheint die richtigen Ansätze zu schaffen und goldwerte Inspirationen ans Tageslicht zu befördern.

Weiter so! (Gesamt: 5 von 5 Punkte)

Alexander Schneider

„Arcane“ ist nicht einfach nur ein neues Album von Elane, sondern Emotion und voller Mythen. Inspiriert von den Büchern von Kai Meyer („Die Sturmkönigin“, „Göttin der Wüste“, „Loreley“, „Das Zweite Gesicht“ und „Herrin der Lüge“) haben Elane einige fantastische Songs geschrieben.
Es sind 15 Stücke an der Zahl, die sich auf der Silberscheibe wiederfinden und jedes einzelne hat seinen ganz persönlichen Charakter.

Das Album beginnt mit den Stück „The Gift“, „Heart Of The Desert“, „Samarkand“ und „Arcane Ride“, welches den Hörer sprichwörtlich „in die Wüste schickt“. Diejenigen, die die Bücher gelesen haben, werden wohl sofort einen gewissen AHA-Effekt verspüren, spätestens bei „Samarkand“ kommen die orientalischen Klänge perfekt zur Geltung und man kann förmlich den heißen Sand unter den Füßen spüren.

„Magdalena“ würde ich als Einzelstück bezeichnen, da es der einzige Song aus „Herrin der Lüge“ ist und so direkt in kein weiteres Konzept reinpasst. Dieser Song gehört aber definitiv zu meinen Lieblingssongs. Ich finde Joran schafft es perfekt „Magdalena“ ins Gewissen zu reden oder spricht sie quasi als ihr Gewissen? Ich weiß es nicht, aber ich bekomme immer wieder eine Gänsehaut, wenn ich diesen Song höre. Ich kenne mich leider nicht mit Instrumenten aus, aber hier wird die Stimmung auch über die Instrumente geleitet. Zeitweise klingt es so, als sei ein kleines Orchester am Werk.

Die nächsten acht Songs „Wasser und Fels“, „Die geheime Melodie“, „My Ivory Fairy“, „Abendruf“, „Lurlinnight“, „Spinnenhaus“, „Deae Noctis“ und „Dämmertal“ wurden allesamt von Meyers Buch „Loreley“ inspiriert. Sie erzählen die Geschichte eines kleinen Mädchens, welches ganz allein in einem dunklen Schacht auf dem Lurlinberg gesperrt wird. Tagein und tagaus singt sie ihre Lieder, welche bis hinunter zum Fluss getragen werden und ein jeder davon verzaubert wird. Ich finde, dass bei diesen Liedern Schwermut und die Düsternis ein immer wiederkehrender Bekannter ist, welche durch das Liebesgeständnis in „My Ivory Fairy“ gebrochen wird.

Die letzten beiden Songs „Masken“ und „Goddess Of The Night“ wurden durch „Das Zweite Gesicht“ inspiriert. Mit „Masken“ kann ich wenig anfangen. Für mich ist es ein fordernder Sprechgesang, der versucht den Geist von Julas Schwester zu brechen. Ich kenne das Buch dazu nicht, deswegen kann ich nicht beurteilen, ob ich mit dieser Meinung auch richtig liege. „Mit Goddess Of The Night“ war ich zu Beginn auf Kriegsfuß. Es hatte aber immer diesen „Der Vorhang fällt und die Show beginnt“ – Flair. Nach mehrmaligem Hören hat es mir der melodische Refrain sehr angetan.

Fazit: ELANE sind mit diesem Alben einen Schritt nach vorn gegangen. Sie haben einen Schritt über die Grenzen Glenvores hinaus gemacht, welches sich auch musikalisch bei jedem einzelnen Song wiederspiegelt. „Arcane“ ist voller Abwechslung, wozu nicht zuletzt die orientalischen Lieder beigetragen haben. Die Songs von „Arcane“ bringen dem Hörer dieses Mal auch andere Welten näher. Und zwar die von Kai Meyer. Fantastisch und lebendig. Dabei verlieren ELANE aber nichts von ihrem üblichen folkigen und fantasievollem Flair.

Anspieltipps: Magdalena, My Ivory Fairy, Goddess Of The Night

(Jenny Witthöft)

Musical discoveries

(26 February 2011) A significant artistic development by Elane, formerly recognized as a German dark-folk (file under alternative/indie) band, is the release of their fourth full length, and now very progressive album entitled Arcane (Curzweyhl (Germany), 2011). Gorgeous artwork adorns the digipak and 16-page full color booklet that accompanies the 15-track 55-minute long CD. The album combines extremely well produced folk, celtic, middle-eastern and rock arrangements with solo and harmony layers from the band's stunning lead vocalist Joran.

Elane's roots are in the deep forests of the German Sauerland. The characteristic mixture of organic and electronic sounds has become their trademark. The amazing voice of lead singer Joran Elane as well as acoustic and electric guitars, violin, viola, cello, gentle soundscape, percussion and bombastic orchestral arrangements create the band's distinctive sound.

Elane's fourth album is built on three musical pillars. Listeners will recognize the medieval-folkloristic foundation of Elane. Next, world music contributes increasingly to the sound of the new album. Finally, progressive rock is more restrained in comparison to The Silver Falls to emphasize the folkloristic impression of Arcane. The album has been released in Europe but is not generally available in North America at this writing.

Elane's ground-breaking first album The Fires Of Glenvore (Kalinkaland Records (Germany) CD 94658-V22, 2004) (review). The album was the band's first collaboration with Kai Meyer.

Elane is fronted by Joran Elane (lead vocals, tin- and low-whistles, harp). The lineup also includes Skaldir (guitars, bass, voice, percussion orchestral arrangements), Nico (keyboards, voice, programming) and Simon (violin, viola, cello). Marina Hasselberg (cello) guests on "My Ivory Fairy" and "Goddess of the Night." All songs are inspired by the works of Kai Meyer (website).

The music of Arcane is inspired by the works of Kai Meyer, a German author that has published almost 50 books since 1993, including best selling Dark Reflections and The Wave Walkers trilogies. Elane's collaboration with Kai Meyer began after meeting in 2006 at a concert. "Kai Meyer’s novels were captivating me since many years. He brings it off to attract his readers always anew with extraordinary characters and unexpected twists. Working with Kai now is a great honor," says keyboard player Nico Steckelberg.

"The many facets of his stories were impressing me from the beginnings! Composing with the inspiration through his books is a complete new approach for us," explains singer Joran. "Kai’s themes go excellent with the atmosphere of Elane-songs. We look forward to the new challenge in composing music to existing stories," says guitarist Skaldir. "By now the progress and creation power during the songwriting is impressive.“ adds Joran.

Kai Meyer says, "I have always been an admirer of music based on a book – already in the 70s with Bo Hanssons album Lord of the Rings. I am very pleased about having Elane – whom I appreciate very much musically as well as personally – making my stories to something special."

Arcane themes are delivered both musically and lyrically. A short atmospheric instrumental entitled "The Gift" opens the album. Joran's powerful vocal passage leads "Heart of the Desert," illustrating her expanded range in this perfect opening number. Production quality is evident in the acoustic guitar, keyboard and percussion arrangements. Listen for the treatment of bass drum throughout the recording. The middle eastern texture of the "Samarkand" instrumental makes it the first track on the album to expand Elane's sound into world music. Joran's powerful and expansive vocalise is especially delightful.

The album's production quality is especially evident in the standout title track "Arcane Ride," drawing on Elane's past, combining folk with progressive arrangements and multi-layered harmonies supporting Joran's lead. Transitions between the passages are smooth and delicately arranged. Album standout "Magdalena" builds on a similar theme blending folk with progressive arrangements. Choir textures support Joran's stunning lead and harmonies in the chorus. Memorable sting-based instrumental breaks contribute to the overall sound.

Arcane includes tracks with English, German and Latin lyrics. "Wasser Und Fels" and Die geheime Melodie are both German-titled folk-style instrumentals with powerful whistle parts, strong string arrangements. "Wasser Und Fels" also showcases Joran's exquisite vocalise. Marina's first cello appearance is on the album's standout "My Ivory Fairy," sung by Joran in both German and English. Delicate strings and percussion perfectly support the verse while rich band arrangements add volume to the chorus.

A low whistle introduction and vocalise lead the mysterious "Abendruf," sung entirely in German. Harmony vocal layers demonstrate Joran's expansive range. The English lyric track "Lurlinnight" builds on the familiar acoustic guitar-based style of the band's last album. It perfectly adjoins "Spinnenhaus," a Celtic-styled string-based instrumental and the rich progressive texture of the Latin lyric "Deae Noctis." Listen here for the rich strings, deep bass drum and a profound guitar solos in the stunning production. Joran's vocalise soars in the background. Concluding this run of tracks is "Dämmertal," a string-based folk instrumental.

"Masken" is the only track sung with Nico's lead. Additional male vocal harmonies contribute to the sung passages atop dark string arrangement. Arcane concludes with stunning track "Goddess of the Night." Joran is backed by her own and other member harmony vocals in a complex collection of duets and powerful instrumental passages. The track blends all that the band have done before with their newest sound in this triumphant conclusion.

Elane have clearly built on their strength and will expand their following with this new project. In collaboration with Kai Meyer, Arcane has been a highly anticipated album and has been in the making for the past two years. It was most certainly certainly worth the wait. Bravo! 5/5